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Nachbericht



Zeitungsartikel Junior-Challange Roth, Nachbericht

04.08.2010. Die Genehmigung zur Veröffentlichung des Zeitungsberichts liegt nun vor.


Ausdauer-Spaß vom Kleinsten bis zur Großmutter

Familientriathlon begeisterte alle Teilnehmer - 20.07.10

 

Nürnberg - Gegen halb zwölf Uhr am Samstagvormittag trifft im Rother Freibad endlich der kurze Moment ein, auf den Sabine Gries, Roland Gries und Erika Ecke schon wochenlang gewartet haben: Gemeinsam mit ihrem Dessy genannten Dalmatiner laufen sie wild schnaufend, aber doch mit einem Lächeln im Gesicht ins Ziel ein. Sie sind beim ersten Rother Familientriathlon nicht unter die ersten drei gekommen, doch das ist für die „3 Dalmatiner“ Nebensache. Das Wichtigste ist, dass sie als Familie zum ersten Mal gemeinsam einen Triathlon bezwungen haben.

Eine glückliches Miteinander von Jung und Alt: Der Familientriathlon setzt auf das Gemeinschaftserlebnis. Bei der Nürnberger Familie Gries war sogar der Dalmatiner davon überzeugt, auch wenn er zwischendrin auf Abwegen war.

Eine glückliches Miteinander von Jung und Alt: Der Familientriathlon setzt auf das Gemeinschaftserlebnis. Bei der Nürnberger Familie Gries war sogar der Dalmatiner davon überzeugt, auch wenn er zwischendrin auf Abwegen war.

Eine dreiviertel Stunde zuvor ist dieses Ziel noch weit entfernt. Um 10Uhr, eine halbe Stunde vor dem Vorstart, versammeln sich die fünf Familienstaffeln des Nürnberger Vereins „Never walk alone“ am Rand des Freizeitbads. Trainer Bernhard Nuß, der selbst mit seinem Team „die Nussschnecken“ antritt, macht seinen Teilnehmern, die einen großen Anteil der 15 Familienstaffeln aus ganz Süddeutschland stellen, Mut. Er ist mächtig stolz, dass er so viele Mitglieder motivieren konnte, jeweils in Dreiergruppen an den Start zu gehen. Bei der Familienstaffel, die Bestandteil des „Junior Challenge Roth“ ist, müssen sich die Familienmitglieder die Aufgaben teilen: 200 Meter Schwimmen, 10 Kilometer Radfahren und 2,5 Kilometer Laufen. Wer in welcher Disziplin antritt, ist egal. Ab acht Jahren darf jeder mitmachen. Mit 69 ist Erika Ecke die älteste Teilnehmerin.

Für die Nürnberger Familienstaffeln ist das große Ereignis eine Premiere. Dementsprechend überwältigt sind sie dann auch, als die Musik lauter gedreht wird, die Moderatoren die Teams ansagen und die verbleibenden Minuten bis zum Start zählen. „Five minutes to start!“ Jetzt wird es ernst. Die Familienmitglieder, die schwimmen, werden an den Start gerufen. Der Rest wartet hinter einem rot-weiß gestreiften Absperrband. Immer mehr Zuschauer versuchen, einen guten Platz hinter der Abgrenzung zu erhaschen. Bei einer Teilnehmerin kullern erste Freudentränen über das Gesicht. Obwohl die Veranstaltung zu den kleineren Triathlonereignissen rund um Roth zählt, ist die Stimmung ausgelassen. Es wird gerufen, geklatscht, angefeuert. Die fünf Teams „Die Nussschnecken“, „ die Werkstatt“, „die 3 Dalmatiner“, die „Nürn-berger“ und die „Rennsemmeln“ unterstützen sich, wo es nur geht. Der gemeinsame Verein schweißt zusammen.

Dann ertönt der Startschuss. Eine Anzeigetafel neben dem Becken zeigt 10.51 Uhr an, die Lufttemperatur beträgt 20,5 Grad. Optimale Bedingungen für einen Triathlon.

Die Anfeuerungsrufe werden lauter, die Schwimmer kraulen ehrgeizig und mit vollem Einsatz durch das Becken. Es ist keine Spur mehr davon zu sehen, dass es allen Familien hauptsächlich um den Spaß und nicht um Bestzeiten geht. Jetzt möchte jeder vor den vielen Zuschauern und der eigenen Familie besonders gut dastehen.

Nach rund sieben Minuten kommt Sabine Gries aus dem Wasser, rennt zu den Fahrrädern, wo ihr Mann Roland bereits auf sie wartet und übergibt ihm das blaue Staffelarmband, mit dem nach jeder Etappe die Zeit erfasst wird. Sabine ist erleichtert, der erste Abschnitt ist geschafft. Von nun an muss sie nur noch zuschauen und anfeuern. „Am Anfang war ich sehr aufgeregt und habe dauernd gehofft, gut mithalten zu können. Aber letztlich hat es großen Spaß gemacht. Jetzt freue ich mich darauf, am Ende die letzten Meter mit Roland und Erika ins Ziel zu laufen“, sagt die Frontfrau der „3 Dalmatiner“.

Weitere 20 Minuten später fährt Roland Gries ins Ziel ein, steigt schnell von seinem Rad und übergibt das blaue Band ein letztes Mal an Oma Erika, die die Laufstrecke mit dem Dalmatiner „Dessy“ zurücklegt. Dass er auf der Strecke immer wieder stehenbleibt, mal hier schnuppert und dahin schaut und von neuem angetrieben werden muss, nimmt Erika Ecke gelassen. Spaß macht es ja trotzdem.

Organisator Thomas Seifert beobachtet zufrieden die Athleten, die voller Ehrgeiz ihre jeweiligen Etappen meistern. „Ich freue mich, dass der Familientriathlon so gut ankommt. Viele möchten nächstes Jahr wieder teilnehmen. Das ist ein voller Erfolg.“

Gegen zwölf Uhr erreichen schließlich die ersten Staffeln das Ziel. Auch die Mitglieder des Vereins „Never walk alone“ trudeln kurz darauf ein. Die „Nürn-berger“ sind mit dem vierten Platz die besten, danach folgen die Nussschnecken und das Team „Die Werkstatt“ mit Sascha Kroschella, der im Bärenkostüm läuft. Begeistert umarmen sich die Triathleten im Zielbereich. Die Veranstaltung hat sie so sehr überzeugt, dass sie auch im nächsten Jahr wieder teilnehmen möchten. Bernhard Nuß ist sicher, dann noch mehr Nürnberger motivieren zu können. „Ich bin begeistert. Das war Triathlon-Feeling pur. Im nächsten Jahr gehen wir mit zehn Staffeln an den Start“, ruft der Trainer überzeugt und überschwänglich in die Runde. Es widerspricht ihm keiner.

Kerstin Fellenzer - Nürnberg plus

 

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